Soap Box Racing

„Soap Box Racing“ in den USA

Als 1933 in Dayton (Ohio) Myron E. Scott, Fotoreporter der „Dayton Daily News“, beobachtete wie einige Jungen mit selbstgebauten, kleinen Autos einen Hügel hinabfuhren, hatte er die Idee daraus einen Wettstreit zu gestalten.
Er organisierte noch im gleichen Jahr, gesponsert von der „Dayton Daily News“, zwei Kinderautorennen. Scott nutzte seine Stelle bei der Presse und seine Verbindungen zum Rundfunk, um die Seifenkistenrennen ein wenig publik zu machen und schaffte es sogar General Motors für die Rennen zu interessieren.
Mit seinen Bemühungen löste er landesweite Begeisterung aus, woraufhin am 19. März 1933 das erste größere verzeichnete „Soap Box Derby“ in Dayton stattfand. Es traten 362 gemeldete Fahrer, darunter auch einige, wenngleich wenige, Mädchen. Das „Soap Box Derby“ fand von diesem Zeitpunkt an jährlich und seit 1935 dann stetig als „All American Soap Box Derby“ in Akron (Ohio, Sitz des Hauptsponsors General Motors) statt.

Es gibt allerdings, je nach Bezugsquelle, zwei verschiedene Versionen über den Ursprung des Namens der „Seifenkiste“ bzw. des „Seifenkistenrennens“.
Eine besagt, dass Scott den Namen selbst erfunden hat, nachdem er die Kinder mit ihren selbst gebauten Wagen beobachtet hatte, die unter anderem aus Kisten gebaut waren, in denen Firmen Seifen an ihre Kunden geliefert hatten.
Der anderen Version zufolge enstand das eigentliche Seifenkistenrennen 1933 in Dayton, Ohio, USA, das seinen Namen tatsächlich von Kisten, in denen Seife verpackt war, hat. Ein ideenreicher Unternehmer bildete die Umrisse eines kleinen Rennwagens auf den Holzbrettern seiner Seifenkisten ab und lieferte die übrigen Teile kostenlos. Nach dem Krieg brachten die amerikanischen Besatzungstruppen das „Soap Box Derby 66“, verbunden mit einem ausgefeilten Regelwerk, wieder nach Deutschland.

Die Rüsselsheimer Adam Opel AG trat als Sponsor auf und lieferte den jungen Fahrern Lenkung und Räder zum Bau der Karossen. Weil die Faszination rollender Beschleunigung auf Kinder einen großen Reiz ausübte, waren Erwachsene aufgerufen über die Gefahren zu wachen, welche die rasanten Flitzer für Kinder mit sich bringen.

Es beginnt bei der Zuverlässigkeit des Rennwagens und endet mit der fehlerfreien Streckenabsperrung am Renntag. Schließlich verlangte auch der Wettbewerb unter den jungen Rennfahrern nach Regeln und Verpflichtungen. Den Erwachsenen kam zusätzlich die Aufgabe zu, die spannenden Wettkämpfe zu organisieren.

Welche Version nun der Realität entspricht lässt sich heute nicht ganz zweifelsfrei klären, es gibt Belege für beide – möglicherweise überschneiden sie sich auch.

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