Seifenkistenrennen in Deutschland

Seifenkistenrennen in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg
Der Begriff „Seifenkiste“ fand erst nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Deutschland Verwendung. Er wurde aus Amerika zu uns herüber getragen.
Mit einem neuen Namen und propagiert durch amerikanische Soldaten lebte diese Sportart nun auch in Deutschland wieder auf und erlebte so in den Fünfziger Jahren ihre Blütezeit. Noch 1948 gab es dann auch die ersten offiziellen Rennen und ein Jahr später fanden bereits die ersten Qualifikationsrennen zur Deutschen Meisterschaft in München statt, dessen Sieger die Ehre zuteil wurde am „All American Soap Box Derby“ in Akron teilzunehmen.

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1951 gründete die Adam Opel AG, Tochter von General Motors, die „Organisationszentrale für den Seifenkistensport“ in Rüsselsheim. Ferner produzierten sie einheitliche Bausätze und ließen von der Zentrale allgemeingültige, ebenfalls einheitliche Rennvorschriften entwerfen, um einen grundlegend fairen Wettbewerb sicher zu stellen. Damit ging dann auch die Veröffentlichung vielgliedriger Bestimmungen und Vorschriften zur Sicherheit einher, die eine Gefährdung der Fahrer so weit wie möglich ausschließen sollten. Als Opel sich 1971 überraschend aus dem Seifenkisten-Sport zurückzog brach der Dachverband zusammen und die Seifenkistenrennen verloren an Bedeutung. Zwei Jahre später wurde in Frankfurt der „Deutsche Seifenkisten Derby e.V.“ (DSKD) als neue Dachorganisation gegründet und erfüllt diese Funktion noch heute.

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