Tradition

Die Geschichte des Seifenkistensports
Seifenkisten sind skurrile und phantasievoll gebaute Miniaturautomobile.

Der Seifenkistensport hat eine über hundertjährige Tradition und ist eng mit den ersten Automobilrennen der Großen verbunden.

Kinderautomobilrennen in Deutschland
Die ersten Sportwagenrennen mit ihren erwachsenen Rennpiloten führten über die Dörfer im Taunus. Die spektakulären Rennen nannten sich Gordon-Bennet-Rennen.

Viele kennen noch heute die Namen der Rennfahrer in ihren schnellen Kisten.

Die Kinder an der Rennstrecke waren begeistert und wollten selber eigene Fahrzeuge bauen und ein Rennen veranstalten.
Oberursel gilt als Wiege der Kinderautomobilrennen. Angeregt durch das 5. internationale Gordon-Bennett-Rennen im Taunus fertigten rennbegeisterte Jungen im Jahre 1904 die ersten hölzernen und unmotorisierten Nachbauten nach dem Vorbild der Rennwagen der Erwachsenen an. Die selbst gebauten Mobile wurden den Rennfahrern vorgeführt, welche davon so begeistert waren, dass sie die Kinder ermunterten eine Wettfahrt zu unternehmen und dafür auch kleine Preise stifteten.
Am 31. Juli 1904 feierte der Oberurseler Bürgerverein „Humor“ ein Sommerfest und lud im Rahmen dessen dann zum „Gordon-Bennett-Rennen für Knaben“ ein. Sowohl der schönste als auch der schnellste Wagen wurden jeweils prämiert. Das Rennen in Oberursel war das erste Kinderautomobilrennen in Deutschland, möglicherweise sogar das erste Kinderautomobilrennen der Welt – Angaben über ein solches, das 1902 in Champigny (Frankreich) stattgefunden haben soll, können nicht belegt werden.
Die Idee des Kinderautomobilrennens verbreitete sich rasch und fand großen Anklang. Bereits 1907 fanden in vielen Taunusgemeinden Kinderautomobilrennen statt.
Jedoch verlor sich die Begeisterung im Laufe der Jahre auch wieder, sodass die Rennen später zumindest nicht mehr so weit verbreitet stattfanden.