Rennregeln und Fahrverhalten

Die offiziellen Rennregeln des Deutschen Seifenkisten Derby e. V.:

  1. Die Rennen werden auf Rennstrecken gefahren, die ein Gefälle haben. Die Höchstgeschwindigkeit darf an keiner Stelle 60 km/h übersteigen. Die Rennstrecke muss so beschaffen sein, dass der Fahrer die Rennstrecke zwischen Start und Ziel ohne Betätigung der Bremse gefahrlos durchfahren kann. Ein Bremsen zwischen Start und Ziel darf nur erforderlich werden, wenn plötzliche eine Gefahr auftritt. Nach der Zieldurchfahrt ist die Bremse zum Anhalten des Fahrzeuges zu betätigen.
  2. Die Rennstrecke muss an den Stellen, an denen ein erhöhtes Risiko zu vermuten ist, z. B. Kurven, Ziel, Zielauslauf, ausreichend mit Strohballen oder anderen effektiven Sicherungen gesichert sein. Die Rennstrecke muss von der örtlichen Aufsichtsbehörde genehmigt sein.
  3. Der Start muss von einer Startrampe erfolgen, deren Höhe der Neigung der Rennstrecke angepasst sein muss. Die Seifenkisten müssen entweder an ihrer Spitze oder an ihren Rädern von einer Startklappe gehalten werden. Jede zur Hangabtriebskraft zusätzlich wirkende Starthilfe ist verboten.
  4. Die Zeitmessmethode und der Rennmodus müssen in der jeweils für die Veranstaltung gültigen Rennausschreibung bindend festgelegt sein und jedem Teilnehmer vorher, also spätestens bei der Anmeldung, bekannt gemacht werden.
  5. Die Verwendung von Schmier- und Reinigungsmitteln für die Räder muss in der jeweiligen Rennausschreibung festgelegt sein. Für die Deutsche Meisterschaft gelten Sonderbestimmungen in Bezug auf die Räder. Sie werden in der Ausschreibung festgelegt.
  6. Bei der Deutschen Meisterschaft ist zwecks Laufkontrolle nach der Rädermontage nur ein Anwerfen von Hand ohne jegliche Hilfsmittel erlaubt.
  7. Mit der Anmeldung zu einem Vorlauf zur Deutschen Meisterschaft verpflichtet sich der Teilnehmer, das Rennen nur mit einer Seifenkiste zu bestreiten, die strikt nach den offiziellen Bauvorschriften des DSKD e.V. gebaut worden ist.
  8. Jede Seifenkiste wird vor der Teilnahme an einem Rennen von einem Inspektionsausschuss auf die Einhaltung der Bauvorschriften geprüft. In besonderem Maße wird die Lenkung, Bremse und die Seilführung bzw. Sicherung der Seile geprüft. Bestehen schon geringe Zweifel an der Sicherheit dieser Teile, muss die Beanstandung behoben werden. Ist dies aus Zeitgründen nicht möglich oder weigert sich der Teilnehmer, die angeordneten notwendigen Verbesserungen durchzuführen, erfolgt der Ausschluss vom Rennen.
  9. Über den Ausschluss einer Seifenkiste oder eines Fahrers entscheidet alleinig das jeweilige Schiedsgericht unter Ausschluss des Rechtsweges.
  10. Nach erfolgter Freigabe der Seifenkiste durch den Inspektionsausschuss dürfen an dem Fahrzeug keine Veränderungen (einschließlich Räder, Gewicht) mehr vorgenommen werden.
  11. Eine Seifenkiste, die inspiziert wurde und nachher beschädigt wird, kann mit Genehmigung der Rennleitung repariert werden. Die Reparaturdauer kann durch die Rennleitung zeitlich begrenzt werden. Die Reparatur muss unter Überwachung durch einen Beauftragten der Rennleitung erfolgen.
  12. Ohne aufgesetzten und festgebundenen Schutzhelm darf kein Trainings- oder Rennlauf bestritten werden. Der Helm darf während der Fahrt nicht verrutschen können und so den Fahrer in der Sicht behindern. Dies ist vor jedem Start an der Rampe zu prüfen. Zugelassen sind offiziell geprüfte Skihelme und Helme, die die StVZO-Zulassungsbedingungen erfüllen (Motorradhelme der Norm DIN 4848 oder ECE-Norm).
    Am Lack und an den Visieren dieser Helme darf keine Veränderung vorgenommen werden (vergl. Pkt. 4.4.1 der Bauvorschrift).
  13. Der Fahrer muss während der gesamten Fahrt den Lenker mit beiden Händen halten. Dabei dürfen sich die Hände bzw. die Arme nicht überkreuzen. Die Füße müssen sich während der Fahrt in ständiger Bremsbereitschaft befinden (vergl. Pkt. 4.4.2 und 4.4.5 der SENIOR-Bauvorschrift und 4.4.3 der JUNIOR-Bauvorschrift).
  14. Die jeweils zugeteilte Bahn ist auf der gesamten Rennstrecke, einschließlich des Zielauslaufes, einzuhalten. Überfährt ein Teilnehmer vor dem Ziel die Begrenzung, erhält er eine Strafzeit. Wurde ein Teilnehmer ohne Eigenverschulden daran gehindert seinen Lauf korrekt zu fahren, darf er diesen wiederholen.
  15. Alle DSKD-Rennen, einschließlich der Gästerennen, werden mit neutralen Rädern ausgefahren. Für die neutralen Räder sind die Regionen zuständig.
  16. Ist bei Nässe der gefahrlose Rennverlauf nicht mehr gewährleistet, muss das Rennen abgebrochen werden.


Allgemeine Regeln für Zuschauer:
Bleiben Sie hinter den Absperrungen!
• Betreten Sie nicht die Fahrbahn!
• Behalten Sie ihre Kinder im Auge!
• Werfen Sie keine Gegenstände auf die Fahrbahn!
• Halten Sie Hunde an der Leine!
• Benutzen Sie die Absperrungen nicht als Sitzgelegenheit!
• Beachten Sie die Hinweise der Helferrinnen und Helfer sowie des THW!
• Halten Sie die Grünanlagen sauber!
• Achten Sie auf aktuelle Lautsprecherdurchsagen!

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