Bautipps

seifenkistenrennen-os_seifenkistenbau_01Bodenplatte:
Hier wird Buchen- oder Eichenholz verwendet, da es nicht sehr biegsam und schwer ist. Brüchige Spanplatten eignen sich nicht als Basis für eine sichere Seifenkiste und sind verboten. Bei der Zusammensetzung der Bohlen für die Bodenplatte ist zu beachten, dass die Maserung der Stirnfläche wechselt, um ein Werfen der Platte zu verhindern. Es empfehlen sich 25 mm dicke Tischplatten, die mehrfach verleimt wurden. Auf das fertige Bodenbrett wird von einer Grundrisszeichnung die Bodenplatte im Maßstab 1:1 übertragen und ausgesägt. Nachdem die Öffnung für die Bremse ausgeschnitten wurde, werden die Sparten des Wagenkörpers aufgesetzt und mit der Bodenplatte fest verbunden.

Achsen und Räder:
Auf das Grundbrett wird eine Mittellinie gezeichnet. Danach werden die Punkte bestimmt, auf denen die Achsen befestigt werden sollen. Beim Montieren der Hinterachse ist zu beachten, dass diese genau mittig und im Winkel von 90 Grad zur Mittellinie angebracht wird. Ein fester Sitz der Hinterachse ist entscheidend für die ruhige Fahrweise und die Sicherheit des Fahrers.

Luftwiderstand
Der Luftwiderstand ergibt sich aus der äußeren Gestalt der Seifenkiste und soll mittels einer windschnittigen Kistenform so klein wie möglich gehalten werden.

seifenkistenrennen-os_seifenkistenbau_02Lenkung und Vorderachse
Erfolgsentscheidend ist die Sicherheit der Lenkung. Die waagerechte Lenksäule muss im Oberteil des Aufbaus befestigt werden. Bei der Vorderachse ist die Bewegungsmöglichkeit durch Feststellschrauben oder Anschläge so zu begrenzen, dass das Achsenende nur 5 cm nach hinten schwenken kann.
In sitzender Fahrposition (wie in der Junior-Klasse) kann die DSKD-Bremseinheit original eingebaut werden. Nimmt der Fahrer eine liegende Position ein (wie in der Senior-Klasse), muss die Bremseinheit aus Sicherheitsgründen folgendermaßen modifiziert werden: Die senkrechte Lenkung muss abgebaut und durch eine waagerechte ersetzt werden. Die Bremspedale können getrennt nach vorne verschoben eingebaut und mit einer Verbindungsstange verlängert werden. Diese Bremse hat durch ihr günstiges Hebelsystem einen relativ kurzen Pedalweg.

Verkleidung
seifenkistenrennen-os_seifenkistenbau-bautipps_01Für eine sorgfältige Holzverkleidung eignen sich sehr gut Platten und Leisten aus Sperrholz oder Hartfaserplatten. Schnittmuster aus Pappe erleichtern das Ausschneiden von genau passenden Stücken.
Wenn das Material vor dem Biegen gut angefeuchtet, in nassem Zustand auf den Wagen angepasst und mit Zwingen und Nägeln festgehalten wird, dann behalten die Platten nach dem Trocknen die gewünschte Form. Bei dieser Bauweise ist besonders auf das Gewicht zu achten.

Lackierarbeiten
Zum Verstreichen der Fugen auf der Grundfläche eignet sich Spachtelkitt. Harzige Stellen im Holz müssen mit einer Schnelllackschicht isoliert werden. Die gesamte Wagenverkleidung wird mit Spachtelmasse behandelt und danach glatt geschmirgelt. Der Grundanstrich erfolgt mit einer Grundfarbe, die mit dem Fertiglack abgestimmt sein muss, um späteren Problemen vorzubeugen.
seifenkistenrennen-os_seifenkistenbau-bautipps_02Naturölfarbe, Kunstharzlacke oder Nitrolacke dürfen untereinander nicht vermischt werden. Ist die Oberfläche nach dem Streichen getrocknet, wird sie erneut geschliffen und der Hauptanstrich aufgetragen. Es empfiehlt sich, über den Hauptanstrich noch einen dem Grundton entsprechenden Lack schnell und dünn aufzutragen.

Bezugsquellen
Es kann Spaß machen auf Schrottplätzen, in Baumärkten und in Zweiradwerkstätten nach den Bauteilen für die eigene Seifenkiste zu suchen. Gerade für freie Klassen wie der FUN-Klasse bieten sich ausgefallene Bauteile an. Für die offiziellen Klassen des DSKD e. V. sind fertige Bausätze beim Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink oder direkt beim DSKD e. V. erhältlich.

Deutsches Seifenkisten Derby e. V.
Hauptstraße 30
54340 Klüsserath / Mösel
Tel.: 06507 – 99166
Fax: 06507 – 99167

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